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Buchhaltung? Kein Hexenwerk!

Chaos in den Belegen?

Wie Dorothea lernte, ihre Zahlen zu lieben – Teil 1

BerufsWege für Frauen und Social Business Women e.V., Weiterbildung für Frauen, viele Belege liegen auf einem Tisch

Kennst du das? Das erste Jahr der Selbstständigkeit ist wie ein Rausch. Du brennst für deine Idee, gewinnst die ersten Kundinnen und Kunden und freust dich über jeden Zahlungseingang. So ging es auch Dorothea.

Dorothea hat sich auf ihren Herzensweg gemacht und ist jetzt im zweiten Jahr ihrer Selbstständigkeit. Als sie gründete, entschied sie sich für die Kleinunternehmerregelung. „Keine Umsatzsteuer, kaum Bürokratie“, dachte sie und konzentrierte sich voll auf ihre Arbeit. Die Buchhaltung? „Die mache ich irgendwann nächstes Jahr, denn ich muss ja jetzt noch keine Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben.“

Doch nun steht die Frist für die Einkommensteuer-Erklärung vor der Tür, und plötzlich sitzt Dorothea vor einem sprichwörtlichen Berg aus Zetteln, digitalen Rechnungen und Bankauszügen und weiß nicht, wo sie anfangen soll.

Wenn uns Zahlen blockieren, blockiert das auch unseren Erfolg

Vielleicht geht es dir wie Dorothea: Wir Frauen neigen dazu, im Business alles perfekt machen zu wollen, aber wenn es um Zahlen, Formulare etc. geht, schieben wir die Dinge lieber weg. Doch die Buchhaltung braucht Aufmerksamkeit. 

Dorothea hat sich einen Ruck gegeben, professionellen Rat gesucht und ein Buchhaltungs-Coaching speziell für Solo-Selbstständige absolviert. Denn: Die anstehende Frist und der fehlende Überblick machen sie sehr unruhig und nervös, sie schläft schlecht und die Sorgen werden größer, je weniger Zeit bleibt. Und sie hat gemerkt: Um beruflich wirklich glücklich und stabil zu stehen, braucht es ein solides Fundament.  

Dorotheas Fahrplan aus dem Beleg-Chaos

Gemeinsam mit ihrer Buchhaltungs-Coach hat Dorothea nun drei klare Schritte festgelegt, um das Ruder herumzureißen: 

1. Die lückenlose Bestands-Aufnahme

Der erste Schritt klingt banal, ist aber die Basis: Alle Belege (digital oder in Papier) über Einnahmen und Ausgaben müssen lückenlos zusammengestellt werden. Dorothea sortiert nun chronologisch. Jeder Kaffee mit einer Geschäftspartnerin, jede Tintenpatrone und jede Software-Gebühr zählt. 

2. Professionelle Unterstützung wählen

Hier stand Dorothea vor einer Weggabelung: 

  • Entweder gibt sie alles an ein Buchführungs- oder Steuerbüro ab, das die Buchhaltung und die Gewinnermittlung komplett für sie erstellt. Allerdings ist diese Unterstützung zurzeit sehr schwer zu finden. 
  • Oder sie lernt – mit professioneller Anleitung – wie sie mithilfe einer Buchhaltungs-Software selbst Herrin ihrer Zahlen wird. Dorothea hat sich für die zweite Variante entschieden, weil sie verstehen möchte, was ihre Zahlen über ihr Business aussagen. Denn ihre Buchhaltungs-Coach sagte, sie könne die Zahlen aus ihrer Buchhaltung auch für ihre eigene Planung nutzen. „Das ist ja spannend“, dachte Dorothea. „Wie großartig wäre es, wenn ich die Pflicht zur Buchhaltung für mich nutzen kann!“ 

3. Die „Schätze“ in der Steuererklärung finden  

Dorotheas Buchhaltungs-Coach gab ihr noch ein paar wertvolle Hinweise mit auf den Weg, die Dorothea so gar nicht auf dem Schirm hatte: 

  • Einfachheit siegt: Als Kleinunternehmerin erstellt sie eine einfache Buchführung mit der sogenannten Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) als Gewinnermittlung. Die EÜR wird zusammen mit der Steuererklärung abgegeben. 
  • Betriebliche Ausgaben sind Ersparnisse: Jede Ausgabe mindert den Gewinn und spart somit bares Geld bei der Einkommenssteuer. 
    • Die versteckten Kosten: Dorothea erstellt nun eine Übersicht ihrer Fahrten mit dem Privatauto für ihr Business. Auch Abwesenheiten von mehr als 8 Stunden (Verpflegungsmehraufwand!) und ein Teil ihrer privaten Internet- und Telefonkosten kann sie als Homeoffice-Nutzerin ansetzen. 
Ein neuer Blick auf die Zahlen

Dorothea hat gemerkt: Buchhaltung ist kein notwendiges Übel, sondern die wertvolle Rückmeldung über ihren Erfolg. Es ist wie der Blick in den Spiegel – am Anfang vielleicht ungewohnt, aber am Ende gibt es Sicherheit und Klarheit. 

Wie geht es mit Dorothea weiter? Hat sie das Beleg-Chaos bezwungen? Und wie fühlt es sich an, wenn die erste eigene EÜR fertig ist? Das erfährst Du im nächsten Teil unserer Reihe: Buchhaltung für Gründerinnen – Wie Zahlen zum Spaß-Faktor werden. 

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